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DIE AUTOREN

Karen Thiel
Seit mehr als 20 Jahren bin ich als selbständige Pharma-Expertin für die Bereiche Medical-Marketing und Patient Support tätig. Ich betreue Biopharma, RX, OTC/OTX, NEM/EBD, Medizinprodukte und apothekenexklusive Kosmetik-Marken als Managerin oder Consultant. Ein besonderes Spezialgebiet von mir ist der Aufbau von Patienten-Support-Programmen. Auch Online/Social-Media-Aktivitäten im Healthcare-Bereich zählen zu meinen Kernkompetenzen. Meine Firma heißt KT Projekt. Mein Angebot sowie eine Referenz- und Projektliste finden Sie unter www.ktprojekt.de.

Dr. Martina Hänsel
In der Pharmabranche arbeite ich seit mehr als 20 Jahren und bin seit über acht Jahren freiberufliche Beraterin mit Schwerpunkt auf medizinisch-wissenschaftliche Beratung, Kommunikation und Interim Management. Außerdem absolviere ich einen Master-Studiengang Regulatory Affairs.

Impf-Burnout in den Arztpraxen

Burnout durch Impfungen? Wie ist das gemeint? Dieser Blogbeitrag spricht für die meisten niedergelassenen Ärzt*Innen, die sich fast ehrenamtlich um den Impffortschritt im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie engagieren und mittlerweile am Ende ihrer Leistungsfähigkeit sind.

Eine Allgemeinmedizinerin berichtet

Wie der Ablauf in den niedergelassenen Praxis aussieht, ist in dem verlinkten Artikel sehr gut nachzulesen: https://www.doccheck.com/de/detail/articles/33092-impf-burnout-aerzte-wie-lang-koennt-ihr-noch

Was sind allgemein die Folgen für die niederlassenen Ärzt*Innen bei der Impfaktion:

  • Der normale Praxisalltag leidet.
  • Impfwillige blockieren Telefon und E-Mail-Accounts.
  • Um schnell einen Termin zu bekommen, lassen sich manche auf alle möglichen Listen setzen und sagen nicht ab, wenn sie woanders geimpft wurden. Man telefoniert ihnen also erfolglos nach.
  • Die Arztsoftware ist für die Planung der Impftermine ungeeignet, man muss sich mit Excel-Listen behelfen.
  • Die Zubereitung der Impfstoffe, vor allem der von BionTech, ist sehr aufwendig und benötigt Zeit und Konzentration.
  • Die Impfmengen für die Folgewoche sind unplanbar, man muss also auch die Termine sehr kurzfristig vergeben.
  • Neben den Impfungen selbst, sind auch die Impfbescheinigungen ein echter Aufwand.
  • Patienten sind aggressiv und ungeduldig.

Komplett unterbezahlt

Und neben dem Chaos, das durch die Impfungen in der Praxis angerichtet wird, ist die Bezahlung, gelinde gesagt, eine absolute Unverschämtheit! Zitat aus dem o. g. Artikel, dem nichts mehr hinzuzufügen ist:

„Ach so, dafür bekommen wir 20 €/Impfung. Wir gehen wirklich auf dem Zahnfleisch, alle im Team schieben Überstunden. Und wir müssen uns noch von Patienten beschimpfen lassen, dass wir ihnen 1. nicht direkt einen Termin geben, 2. nicht für ihren Wunschimpfstoff und 3. nicht die Zweitimpfung am nächsten Tag machen und 4. nicht die ganze Familie (die gar nicht bei uns Patienten sind) mitimpfen.“

Alle Impfärzte, mit denen die Autorin gesprochen hat, bestätigen das Gesagte. Eine Ärztin musste sogar eine weitere Arzthelferin einstellen, um den Aufwand in den Griff zu bekommen, andere beschäftigen ihre Familie ehrenamtlich, um Impflisten zu führen und den Patienten hinterherzutelefonieren. Und das alles für 20 Euro pro Impfung! Arztpraxen sind für die Politik die 1-Euro-Shops geworden!

Ausnutzen des Helfersyndroms

Wahrscheinlich kann man vielen Medizinern unterstellen, dass ihre Motivation für den eher unterbezahlten Job, ein klassisches Helfersyndrom ist. Das wird wieder einmal schamlos ausgenutzt. In der Pandemie mag es für uns alle alle gut sein, aber die Unverschämtheit der Bezahlung kann man dem Staat auf jeden Fall vorwerfen. Und Dankbarkeit von den Geimpften wären auch ein nettes Zeichen.

 

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Titelbild: Gerd Altmann auf Pixabay

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