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DIE AUTOREN

Karen Thiel
Seit mehr als 20 Jahren bin ich als selbständige Pharma-Expertin für die Bereiche Medical-Marketing und Patient Support tätig. Ich betreue Biopharma, RX, OTC/OTX, NEM/EBD, Medizinprodukte und apothekenexklusive Kosmetik-Marken als Managerin oder Consultant. Ein besonderes Spezialgebiet von mir ist der Aufbau von Patienten-Support-Programmen. Auch Online/Social-Media-Aktivitäten im Healthcare-Bereich zählen zu meinen Kernkompetenzen. Meine Firma heißt KT Projekt. Mein Angebot sowie eine Referenz- und Projektliste finden Sie unter www.ktprojekt.de.

Dr. Martina Hänsel
In der Pharmabranche arbeite ich seit mehr als 20 Jahren und bin seit über acht Jahren freiberufliche Beraterin mit Schwerpunkt auf medizinisch-wissenschaftliche Beratung, Kommunikation und Interim Management. Außerdem absolviere ich einen Master-Studiengang Regulatory Affairs.

Gernot Hassknecht (heute-show) bashed diesmal gegen Pharma

Gernot Hassknecht aus der ZDF heute-show hatte gestern (25.10.2014) den Schuldigen der Ebola-Epidemie ausgemacht: die Pharmaindustrie. Unter dem Titel: „Hassknechts Pharma-Teufelskerle“ polemisieren „Oliver Welke und Gernot Hassknecht über einen Industriezweig, der genau weiß, wann er Kasse macht oder wann nicht.“ (Quelle: http://heuteshow.zdf.de/)

gernot_hassknecht_zdf_heute_show-quelle

Und bei Ebola macht man halt keine Kasse. Stimmt! Dem ist auch gar nichts hinzuzufügen. Und deshalb macht es für ein wirtschaftlich denkendes Unternehmen auch gar keinen Sinn einen Impfstoff gegen Ebola „aufs Gratewohl“ zu entwickeln. Ebola-Epidemien sind glücklicherweise bis dato äußerst selten gewesen und haben nur wenige Menschen betroffen.

Pharma-Fakten hat dazu ein Interview mit Prof. Dr. Thomas Pietschman, der die Abteilung Experimentelle Virologie am Twincore in Hannover leitet, veröffentlicht: Darin heißt es wörtlich auf die Frage von Pharma-Fakten welche Rolle bei der Erforschung eines Ebola-Impfstoffes die Pharmaunternehmen spielen? „Pietschmann: Bisher haben sie sich bei der Ebola-Forschung zurückgehalten, was verständlich ist. Das liegt daran, dass Markteinschätzungen in die Überlegungen, nach einem Wirkstoff oder Impfstoff zu forschen, einfließen. In der Regel dauert es zehn bis 15 Jahre, bis eine Arznei auf den Markt gebracht werden kann. Wenn nach diesem Zeitraum nicht ausreichende Chancen gesehen werden, einen Absatzmarkt für ein neues und kostspieliges Produkt vorzufinden, lassen es die Firmen. Ansonsten könnten sie nicht überleben.“ (Quelle: https://www.pharma-fakten.de/news/details/59-schwierige-forschung-nach-einem-wirkstoff/)

Richtig! Dem ist ebenfalls nicht hinzuzufügen. Außer der Anmerkung, dass Ebola sehr gefährlich ist, somit die Forscher selbst gefährdet und folglich extreme Schutzvorrichtungen in den Labors voraussetzt, die nicht überall gegeben sind.

Trotzdem wird natürlich geforscht und das seit Jahren. Einen Überblick über den aktuellen Stand gibt der vfa.de (http://www.vfa.de/de/arzneimittel-forschung/woran-wir-forschen/ebola-medikamente). Sowohl Pharma- und Biotech-Unternehmen wie auch öffentliche Forschungseinrichtungen arbeiten daran. Übrigens gerne unterstützt vom US-amerikanischen Verteidigungsministerium, wie auf der vfa.de-Seite nachzulesen ist.

Somit Herr Hassknecht sind die Probleme beim Thema Ebola doch etwas anders gelagert als Ihr amüsanter Bashing-Beitrag.

Aber eine Rechnung habe ich mit Ihnen echt noch offen! Ich muss Ihnen entgegenschreien, dass wenn Sie noch einmal behaupten Cellulite sei eine Lapalie und Sie sich einfach eine Neue ohne Dellen an den Beinen nehmen würden, dann ziehe ich das von Ihnen gebastelte Zäpfchen wieder aus der entsprechender Stelle der Pharmaindustrie heraus und platziere es an eben dieser Stelle bei Ihnen und zwar anders herum. Und dann sprechen wir uns nochmal. 😉