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DIE AUTOREN

Karen Thiel
Seit mehr als 20 Jahren bin ich als selbständige Pharma-Expertin für die Bereiche Medical-Marketing und Patient Support tätig. Ich betreue Biopharma, RX, OTC/OTX, NEM/EBD, Medizinprodukte und apothekenexklusive Kosmetik-Marken als Managerin oder Consultant. Ein besonderes Spezialgebiet von mir ist der Aufbau von Patienten-Support-Programmen. Auch Online/Social-Media-Aktivitäten im Healthcare-Bereich zählen zu meinen Kernkompetenzen. Meine Firma heißt KT Projekt. Mein Angebot sowie eine Referenz- und Projektliste finden Sie unter www.ktprojekt.de.

Dr. Martina Hänsel
In der Pharmabranche arbeite ich seit mehr als 20 Jahren und bin seit über acht Jahren freiberufliche Beraterin mit Schwerpunkt auf medizinisch-wissenschaftliche Beratung, Kommunikation und Interim Management. Außerdem absolviere ich einen Master-Studiengang Regulatory Affairs.

3sat makro: Medikamente für alle!

Der Beitrag von 3sat makro „Medikamente für alle!“ (noch bis 21.04.2016 in der Mediathek: http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=58444) wird mit folgenden Worten angekündigt: „Pharmafirmen konzentrieren sich heute mit ihrer Forschung auf Krankheiten, die vor allem Bürger der alternden Industrienationen treffen – und große Gewinne versprechen.“ Dieser Satz ist in unserem kapitalistischen System, in dem sich auch die pharmazeutische Industrie befindet, unlogisch. Gewinnstreben ist der Antrieb für sämtlich Unternehmen, egal welcher Branche. Es gilt für Autohersteller, für Versicherungen, für Lebensmittel, für Machinenbau und Pharmakonzerne. Warum wird ein Bericht über einen Automobilkonzern nicht angeteasert mit: „Autobauer konzentrieren sich auf Autos, die große Gewinne versprechen.“ Ganz einfach, weil es sich selbst erklärt.

Ethikfalle

Wir haben bei dem Thema Gesundheit immer die sog. „Ethikfalle“, die gilt für Ärzte genauso wie für die pharmzeutische Industrie: Mit Gesundheit verdient darf man einfach kein Geld verdienen! Doch darf man!

Der medizinische Fortschritt

Wie heißt es in dem Beitrag: „Dem medizinischen Fortschritt sei dank, dass wir älter werden und gesünder leben als unsere Eltern und Großeltern, zumindest der Durchschnitt von uns.“ Tatsächlich, dem kann man nur zustimmen. Das ist so. Und auch dank der engagierten Forschung durch die pharmazeutische Industrie. Vielen Dank dafür!

Cave: Preise für neue Krebsmedikamente

Der erste Teil des Beitrags prangert die hohen Preise, vor allem für neue Krebsmedikamente, an. Die Antwort darauf, warum gerade diese neuen Medikamente häufig exorbitant teuer sind, erklärt Prof. Jürgen Wasem, Gesundheitsökonom an der Universität Duisburg/Essen im Interview mit der Moderatorin: „….noch vor 20, 25 Jahren konnten die Pharmaunternehmen noch mit ziemlich vielen Arzneimtteln auch Gewinne machen. Das haben wir systematisch verengt, wir haben gesagt, nur noch für die ganz neuen und nur wenn die einen Zusatznutzen haben und bei den anderen sehen wir zu, dass ganz schnell die Preise fallen ….. versuchen die Unternehmen natürlich das, was bei den wenigen, mit denen sie sozusagen noch gute Preise machen können, sehr hoch zuzulangen ….“. Das ist das erste Mal, dass ich tatsächlich die richtige Begründung in den Medien höre. Prof. Wasem weist auch darauf hin, dass die teuren Präparate auch die ganzen Fehlschläge der Präparate die bereits in den klinischen Studien sind, mitfinanzieren müssen.

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