Looking for something?

DIE AUTOREN

Karen Thiel
Seit 20 Jahren bin ich als selbständige Pharma-Expertin für die Bereiche Marketing, Medical und Patients tätig. Ich betreue Biopharma, RX, OTC, OTX, NEM/EBD, Medizinprodukte und apothekenexklusive Kosmetik-Marken als Interims-, Projektmanagerin oder Consultant.

Mehr...
Martina Hänsel
Seit 21 Jahren arbeite ich in der Pharmabranche und bin seit gut fünf Jahren freiberufliche Beraterin mit Schwerpunkt auf medizinisch-wissenschaftliche Beratung, Kommunikation und Interimsmanagement.

Mehr...

Neues Gesetz zur Regulierung des Arbeitsmarktes plant Einschränkung der hochqualifizierten Wissensarbeit von Freiberuflern

Die Bundesregierung plant ein neues Gesetz, um den Arbeitsmarkt weiter zu regulieren. Neben der Einschränkung von Zeitarbeit soll auch der Missbrauch von Werksverträgen im Niedriglohnsektor bekämpft werden. Leider schießt das Gesetz über dieses Ziel hinaus: Zumindest dem ersten Entwurf nach sollte auch die hochqualifizierte Wissensarbeit von Freiberuflern massiv eingeschränkt werden.

Selbständige Experten bringen in Unternehmen Spezialwissen ein. Deutschland braucht Innovationen und Unternehmen brauchen flexibel einsetzbare Experten, um ergänzende Kompetenzen und neues Wissen in die eigenen Strukturen zu holen. Große Konzerne und der Mittelstand sind auf externe Beratung auf Zeit angewiesen. Diese Experten sind nicht schutzbedürftig, sondern in aller Regel angemessen entlohnte Fachkräfte, die einen großen Mehrwert für die Unternehmen erbringen.

Die Politik will durch neue Gesetze diejenigen schützen, die selbständig sind – aber es nicht sein wollen. Aber sie trifft damit auch fälschlicherweise diejenigen, die aus Überzeugung selbständig sind und es auch bleiben wollen.

Um dies zu verhindern, haben Dienstleister und assoziierte Partner (z.B. Hays, VDMA, VGSD, DDIM usw.) die Allianz für selbständige Wissensarbeit (ADESW) gegründet und die Seite http://Experten-Arbeit-retten.de online gestellt. Hier ist eine Kampagne mit Plakaten im Berliner Regierungsviertel und in regionalen Tageszeitungen zu sehen, und es können Briefe an die Abgeordneten des eigenen Wahlkreises und die Mitglieder des Bundestagsausschusses für Wirtschaft geschrieben werden.

Die erste Protestwelle war gewaltig. Und hat Wirkung gezeigt.

Noch während der Kampagne legte das SPD-geführte Arbeitsministerium einen überarbeiteten Entwurf des Gesetzes zur Regulierung der Zeit- und Werkverträge vor. Darin wird eine zentrale Forderung im Grundsatz erfüllt: Der Katalog mit praxisfremden und undurchführbaren Negativkriterien ist Geschichte. Selbständige Experten dürfen auch in Zukunft in deutschen Unternehmen arbeiten!

Zuvor waren im Rahmen der Kampagne in nur drei Tagen exakt 119.245 persönliche Protest-Mails von Betroffenen an die Mitglieder des Bundestags geschickt worden, dazu tausende Briefe.

Erstmals hatten sich selbständige Experten aus allen Bereichen – unter Führung einer Allianz der wichtigsten Personaldienstleister (ADESW) – zum Protest vereint. Und haben so der Politik eindrucksvoll gezeigt: Ihr könnt nicht einfach über die Köpfe der Experten hinweg entscheiden.

Die Kampagne wird dennoch weitergehen, denn: Noch sind viele, wichtige Details völlig offen. Es wird Rechtssicherheit für die Gruppe der hochqualifizierten Selbständigen und für die Unternehmer, die sie beauftragen, benötigt.

Ein gutes Gesetz braucht Differenzierung! https://experten-arbeit-retten.de/#jetzt-aktiv-werden

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.